Website für Handwerker: Was drauf muss und was aktuell bleibt

Von Mark Limbach, Simplefy Software · Stand: 6. November 2026 · 3 Min. Lesezeit

Dein Betrieb läuft, die Website stammt von früher, und irgendwann fragst du dich: Brauche ich eine neue? Laut Bitkom hatten 2025 rund 94 Prozent der Handwerksbetriebe ab einem Beschäftigten eine Website. Eine zu haben, hebt dich also kaum noch ab. Es zählt, was draufsteht und ob es stimmt.

Was erwarten Kunden auf einer Handwerker-Website?

Die meisten kommen mit einer Frage: Macht ihr das, was ich brauche, bei mir in der Nähe, und wie erreiche ich euch? Das muss am Handy ohne Scrollen klar sein.

  • Was: Gewerk und Leistungen in normaler Sprache. „Bäder, Heizung, Notdienst“ statt „ganzheitliche Haustechnik-Lösungen“.
  • Wo: Dein Einsatzgebiet mit Orten.
  • Wie erreichbar: Telefonnummer zum Antippen, dazu Zeiten.
  • Wer: Foto von dir und dem Team. So weiß man, wer später vor der Tür steht.
  • Beweis: Fotos echter Arbeiten, am besten vorher und nachher.

Bilder aus dem Netz helfen nicht. Ein ehrliches Handyfoto von der Baustelle sagt mehr.

Was muss rechtlich drinstehen?

Jede Firmen-Website braucht ein Impressum. Die Pflicht folgt vor allem aus § 5 DDG, das seit Mai 2024 das alte TMG ablöst. Steht bei dir noch „§ 5 TMG“, ändere das. Das Impressum muss nach spätestens zwei Klicks erreichbar sein, am besten über die Fußzeile.

Laut Merkblatt des Zentralverbands des Handwerks gehören hinein:

  • Name, vollständige Anschrift, bei GmbH und ähnlichen Formen auch Rechtsform und Vertretung
  • E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • Register und Registernummer, falls du eingetragen bist
  • Umsatzsteuer-ID, falls vorhanden

Für Gesundheitshandwerke wie Augenoptiker, Zahntechniker oder Hörakustiker kommen die zuständige Handwerkskammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung, Deutschland als Staat der Zulassung und die Handwerksordnung dazu. Bezirksschornsteinfeger und Büchsenmacher nennen zusätzlich die Aufsichtsbehörde.

Fehlt etwas, kann das eine kostenpflichtige Abmahnung nach sich ziehen. Bei Fragen hilft deine Kammer oder Innung. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.

Was muss auf der Website aktuell bleiben?

Hier verlieren viele Betriebe, ohne es zu merken. Ein Kunde sieht ein Foto von 2016 und die Aktion vom letzten Frühjahr und fragt sich, ob es dich noch gibt.

Aktuell halten solltest du:

  • Telefonnummer, Zeiten, Betriebsferien
  • Team und Ansprechpartner
  • Referenzen: die neuesten Arbeiten
  • Stellenangebote: Eine Azubi-Anzeige von vor drei Jahren schreckt ab
  • Saison-Hinweise, etwa Heizungs-Check oder freie Termine

Gerade für Betriebe, die Leute suchen, lohnt sich das. Bewerber schauen sich die Seite an und sehen, ob dort noch etwas passiert. Das ist unsere Einschätzung, gemessen haben wir es nicht.

Brauchst du eine neue Website oder nur neue Inhalte?

Eine neue lohnt sich, wenn die Seite am Handy nicht richtig läuft, wenn du sie nicht mehr ändern kannst oder wenn Technik und Sicherheit nicht mehr stimmen. Dann ist ein Webdesigner der richtige Weg. Frag vorher, was spätere Änderungen kosten und ob du selbst Zugang bekommst.

Sieht die Seite ordentlich aus, ist aber still, reichen oft neue Fotos, aufgeräumte Texte und ein Weg, das Neue regelmäßig zu zeigen. Wie das im Alltag geht, steht im Ratgeber Website pflegen.

Wie bekommst du Aktuelles auf die Seite, wenn du auf der Baustelle stehst?

Das Foto hast du meist schon im Handy. Es fehlt nur der Weg auf die Website.

Drei Möglichkeiten:

  • Webmaster: Fotos sammeln und schicken. Sauber, aber es kostet und dauert.
  • Selbst im Baukasten: Geht, wenn du Zugang hast, meist am Rechner abends.
  • Bereich fürs Handy: Mit Local Stories baust du oder dein Webmaster einmal einen Bereich ein, danach reicht ein Foto mit kurzem Text vom Handy. Du entscheidest, wie lange es sichtbar bleibt, auch dauerhaft. Die bestehenden Texte bleiben unverändert.
Website eines Beispiel-Handwerksbetriebs am Rechner mit drei aktuellen Story-Karten
Aktuelle Arbeiten mitten auf der Website eines Handwerksbetriebs (Beispielbetrieb).
Story eines Beispiel-Handwerksbetriebs über eingebaute Fenster
Ein Foto von der Baustelle als Story (Beispielbetrieb).

Was ist der nächste Schritt?

Gib jemandem aus dem Bekanntenkreis deine Website aufs Handy und frag: Was mache ich, wo, und wie rufst du mich an? Dauert die Antwort länger als zehn Sekunden, weißt du, was als Erstes dran ist.

Häufige Fragen

Brauche ich als Handwerker eine Website?

Eine Pflicht gibt es nicht. Wer dich empfohlen bekommt, schaut aber oft zuerst nach. Laut Bitkom hatten 2025 rund 94 Prozent der Handwerksbetriebe ab einem Beschäftigten eine Website.

Muss die Handwerkskammer ins Impressum?

Bei Gesundheitshandwerken ja, das sagt das Merkblatt des Zentralverbands des Handwerks. Für alle anderen fragst du am besten deine Kammer.

Was kostet eine Website für Handwerker?

Das hängt vom Umfang ab. Hol dir mehrere Angebote und frag immer, was Änderungen danach kosten, denn das wird oft vergessen.

Quellen

Geschrieben von Mark Limbach, Simplefy Software. Wir bauen Software für lokale Betriebe, darunter Local Stories. Die Beispielbilder stammen aus unserer App und zeigen erfundene Beispielbetriebe.

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