Du stehst den ganzen Tag im Betrieb, und auf deiner Website steht noch die Aktion vom Frühjahr. Das geht vielen so. In einer britischen Umfrage nannten kleine Betriebe als Gründe gegen Updates vor allem fehlendes Wissen (34 %), Zeitmangel (31 %) und die Angst, etwas kaputtzumachen (30 %). Die Studie stammt von 2021 und aus Großbritannien, das Gefühl kennst du aber vermutlich trotzdem.
Hier siehst du, was wirklich anfällt und was du davon abgeben solltest.
Was gehört zur Website-Pflege?
Zwei Aufgaben, die oft in einen Topf geworfen werden.
Technik: Updates, Sicherungen, Sicherheit, Hosting. Das hält die Seite am Laufen. Davon siehst du im Alltag nichts, bis etwas ausfällt.
Inhalte: Öffnungszeiten, Preise, Angebote, Fotos, Team, Neuigkeiten. Das sehen deine Kunden. Hier entscheidet sich, ob deine Seite lebendig oder verlassen wirkt.
Reine Wartungsverträge decken nur die Technik ab. Wer glaubt, damit sei auch das Tagesangebot erledigt, wird enttäuscht. Frag also immer nach, was genau enthalten ist.
Was solltest du regelmäßig prüfen?
Sobald sich etwas ändert:
- Öffnungszeiten, auch Feiertage und Betriebsferien
- Telefonnummer, Adresse, E-Mail
- Preise und Angebote
- Team und Ansprechpartner
Einmal im Quartal, rund 20 Minuten:
- Jede Seite am Handy durchklicken
- Kontaktformular selbst testen
- Alte Aktionen und abgelaufene Termine löschen
- Impressum und Datenschutz auf Änderungen prüfen
Wenn du nur eine Sache tust: Ruf deine Seite am Handy auf und lies sie wie ein neuer Kunde.
Wann kannst du die Website selbst pflegen?
Das hängt davon ab, womit sie gebaut ist. Weißt du es nicht, frag deinen Webmaster oder schau in die Rechnung deines Anbieters.
WordPress: Texte und Bilder änderst du im Anmeldebereich. Dazu gibt es eine WordPress-App fürs Handy. Technik-Updates laufen nicht immer von allein, hier lohnt sich Hilfe.
Jimdo: Für den Jimdo Creator gibt es eine eigene App, mit der du laut App-Store-Beschreibung auch bestehende Seiten bearbeiten kannst.
Wix: Am Rechner geht alles. Fürs Handy beschreibt Wix das Ändern von Texten, einzelnen Bildern und Knöpfen in der Wix-App, sagt aber auch, dass das noch nicht für alle Nutzer verfügbar ist. Probier es also an deinem Konto aus.
Selbst programmierte Seite: Hier brauchst du für Änderungen meist deinen Webmaster.
Die wichtigste Regel: Ändere immer nur eine Sache, und sieh dir das Ergebnis danach am Handy an. So findest du einen Fehler sofort.
Wann lohnt sich ein Webmaster?
Gib ab, wenn es um Technik geht: WordPress-Updates, Umzug, Fehler, neue Seiten, Design. Auch die große Überarbeitung alle paar Jahre gehört in Profi-Hände.
Für eine Zeile Text oder das Foto von heute ist das meist zu teuer und zu langsam. Bis die Änderung online ist, ist das Tagesangebot vorbei. Was das konkret kostet, steht im Ratgeber Website-Pflege: Kosten.
Eine gute Aufteilung für kleine Betriebe sieht so aus: Technik beim Profi oder beim Baukasten, die täglichen Kleinigkeiten bei dir oder deinem Team.
Wie bleibt die Website aktuell, wenn du keine Zeit hast?
Plane klein. Veraltete Seiten entstehen selten, weil die Aufgabe schwer ist. Sie wird nur immer wieder verschoben. Das ist unsere Erfahrung, keine Messung.
- Feste Zeit: Immer am Ruhetag, am Handy, zehn Minuten.
- Fester Anlass: Neue Aktion, Betriebsferien, neue Arbeit fertig. Das Foto machst du sowieso.
- Eine Person: Sag klar, wer im Team zuständig ist.
- Ein Bereich für Aktuelles: Du musst nicht die ganze Seite anfassen. Eine Stelle, an der das Neue steht, reicht. Die alten Texte bleiben, wie sie sind.
Diesen letzten Punkt kannst du mit Bordmitteln lösen, etwa mit einer Seite „Aktuelles“ in deinem Baukasten. Dafür brauchst du aber Zugang und jedes Mal die Anmeldung am Rechner oder in der App.
Genau dafür haben wir Local Stories gebaut: Du baust einmal einen Bereich in deine Website ein und füllst ihn danach vom Handy, mit Foto und kurzem Text. Du arbeitest dabei nicht in deiner Website, also kannst du dort nichts kaputtmachen. Alte Texte auf deiner Seite ändert das nicht, die bleiben deine oder die deines Webmasters.


Was ist der nächste Schritt?
Öffne heute deine Website am Handy. Such das Älteste, was du findest, und entscheide: löschen, ändern oder dem Webmaster schicken. Danach legst du deinen festen Zehn-Minuten-Termin in den Kalender.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich meine Website pflegen?
Eine feste Regel gibt es nicht. Prüfe Öffnungszeiten, Preise und Kontakt, sobald sich etwas ändert, und schau einmal im Quartal über alle Seiten. Bei WordPress kommen regelmäßige Updates dazu.
Kann ich meine Website selbst pflegen, ohne etwas kaputt zu machen?
Ja, wenn du nur Texte und Bilder änderst. Kleine Schritte, danach die Seite am Handy ansehen. Bei WordPress vorher eine Sicherung machen.
Muss ich für jede Änderung den Webmaster fragen?
Nein. Frag erst, ob du Zugang zu deinem Baukasten oder WordPress hast. Manchmal gibt es ihn längst, und du weißt es nur nicht. Dein Webmaster kann dir das sagen.
Quellen
Geschrieben von Mark Limbach, Simplefy Software. Wir bauen Software für lokale Betriebe, darunter Local Stories. Die Beispielbilder stammen aus unserer App und zeigen erfundene Beispielbetriebe.