Wenn jemand deinen Betrieb googelt, erscheint rechts oder ganz oben dein Unternehmensprofil. Dort kannst du kurze Neuigkeiten zeigen, ohne die Website anzufassen. Viele kleine Betriebe lassen das liegen, obwohl es nichts kostet.
Was sind Google-Beiträge?
Beiträge sind kurze Texte mit Bild in deinem Unternehmensprofil. Sie erscheinen in der Google-Suche und auf Maps. Google unterscheidet drei Arten:
- Aktuelles: allgemeine Neuigkeiten, etwa Betriebsferien oder eine fertige Arbeit.
- Angebot: eine Aktion mit Zeitraum. Titel, Datum und Uhrzeit sind Pflicht. Gutscheincode, Link und Bedingungen kannst du ergänzen.
- Veranstaltung: ein Termin. Titel, Start, Ende und Uhrzeiten sind Pflicht.
Hotels dürfen laut Google keine Angebots-Beiträge erstellen.
Wie erstellst du einen Google-Beitrag?
So beschreibt es die Google-Hilfe:
- Rufe dein Unternehmensprofil auf.
- Wähle „Beiträge“ und dann „Beitrag hinzufügen“.
- Wähle die Art aus.
- Gib den Text ein, füge Bild oder Knopf hinzu, wenn du möchtest.
- Plane den Beitrag bei Bedarf oder lege eine Wiederholung fest.
- Wähle „Veröffentlichen“.
Hast du noch kein Profil oder ist es nicht bestätigt, musst du das zuerst erledigen. Sonst bleibt der Beitrag auf „Ausstehend“ und ist nicht sichtbar.
Welche Beiträge passen zu einem kleinen Betrieb?
Nimm, was ohnehin gerade passiert:
- Betriebsferien oder geänderte Zeiten: „Vom 23.12. bis 02.01. geschlossen.“ Pflege die Öffnungszeiten trotzdem zusätzlich im Profil.
- Fertige Arbeit: Foto vom neuen Bad, von der Frisur (mit Einwilligung), vom reparierten Oldtimer.
- Freie Termine: „Nächste Woche noch zwei Termine frei.“
- Aktion mit Enddatum: als Angebot, damit sie von selbst verschwindet.
- Verstärkung gesucht: kurz, mit Knopf zum Anrufen.
- Saison: Reifenwechsel, Weihnachtsmenü, Heizungs-Check.
Drei Beispiele zum Abwandeln:
- „Dieses Bad haben wir letzte Woche in Musterstadt fertig gemacht. Du planst auch eins? Ruf uns an.“
- „Am Samstag sind wir nur bis 12 Uhr da, danach wieder normal ab Montag.“
- „Nächste Woche sind noch zwei Termine für den Reifenwechsel frei.“
Zwei Sätze und ein Foto reichen. Niemand erwartet hier einen Roman.
Worauf solltest du achten?
- Schreib klar und einfach. Google rät von Rechtschreibfehlern, zusätzlichen Zeichen, Text ohne Mehrwert und automatisch erzeugten Inhalten ab.
- Zeig eigene Fotos statt Bildern aus dem Netz. Personen nur mit Einwilligung.
- Schreib keine Telefonnummer in den Text. Google kann Beiträge mit nicht bestätigten Kontaktdaten entfernen. Nimm stattdessen den Knopf „Jetzt anrufen“.
- Versprich keine Rabatte, die du nicht hältst.
Wie oft? Google nennt keine Vorgabe. Unsere Empfehlung: lieber einmal im Monat etwas Echtes als jede Woche etwas Erzwungenes. Agenturen empfehlen oft wöchentliche Beiträge, einen belegten Vorteil dafür kennen wir nicht.
Reichen Google-Beiträge aus?
Sie lösen eine Aufgabe: Wer dich googelt, sieht Neues. Wer direkt auf deine Website geht, einen Link bekommt oder deinen QR-Code scannt, sieht davon nichts. Dort steht dann vielleicht weiter die Aktion vom Frühjahr.
Darum gehört dasselbe auch auf die Website. Das kannst du von Hand erledigen, wenn du Zugang hast. Oder du baust mit Local Stories einmal einen Bereich ein, den du vom Handy füllst. Die Beiträge bei Google ersetzt das nicht. Beides ergänzt sich: Foto machen, bei Google posten, auf der Website zeigen.


Was ist der nächste Schritt?
Öffne dein Unternehmensprofil und prüfe drei Dinge: Ist das Profil bestätigt, stimmen die Öffnungszeiten, und wann war der letzte Beitrag? Dann schreib den ersten Beitrag über das, was diese Woche bei dir ansteht.
Häufige Fragen
Was kosten Google-Beiträge?
Nichts. Sie gehören zum kostenlosen Unternehmensprofil.
Wie lange bleibt ein Google-Beitrag sichtbar?
Laut Google werden Beiträge, die älter als sechs Monate sind, archiviert, sofern du keinen Zeitraum angegeben hast.
Bringen Google-Beiträge bessere Plätze in der Suche?
Das ist nicht belegt. Google nennt dafür keine Wirkung. Der klare Nutzen ist, dass Leute, die dich schon suchen, sofort sehen, was bei dir los ist.
Warum wird mein Beitrag nicht angezeigt?
Steht er auf „Ausstehend“, ist dein Profil laut Google noch nicht bestätigt. Solange erscheint er weder in der Suche noch auf Maps.
Quellen
Geschrieben von Mark Limbach, Simplefy Software. Wir bauen Software für lokale Betriebe, darunter Local Stories. Die Beispielbilder stammen aus unserer App und zeigen erfundene Beispielbetriebe.